Klimadiskurs-NRW

Schlagwort: Energiewende


#Rezension: Vier für´s Klima


06.08.18 | von


Klimaschutz gemeinsam gestalten, etwa mit der Familie. (Foto: Andreas Klinke Johannsen_Flickr)

Das im März bei Droemer erschienene Buch „Vier fürs Klima“ von ZEIT-Redakteurin Petra Pinzler und ihrem Mann Günther Wessel (303 Seiten) fragt, wie Klimaschutz im Alltag gelingen kann. Das familiäre Klimaschutzprogramm der Familie Pinzler/Wessel begann, als die damals zwölfjährige Tochter mit der Aufgabe nach Hause kam, per WWF-Umweltrechner den häuslichen CO2-Verbrauch zu ermitteln. Zwar lag die Familie mit 10,5 t pro Person (wenn auch nur knapp) unter dem bundesdeutschen Jahresdurchschnitt (11 t), war aber von diesem Ergebnis einigermaßen geschockt: Sie hatte angenommen, dass ihre familiäre Ökobilanz weitaus besser ausfallen würde, denn umweltbewusstes Verhalten – z.B. Biolebensmittel, Mülltrennung, Plastikvermeidung, ÖPNV etc. – gehörte schon zu ihrem Alltag.Weiterlesen »

Atomkraft – Lösung oder Scheinlösung für nachhaltigen Klimaschutz?


27.10.17 | von


Eurodif Nuclear Power Plant, Tricastin in Frankreich (Dean Calma / IAEA)

Während bei uns in Deutschland Erneuerbare Energien perspektivisch als zukünftige Energieträger außer Frage stehen, ist die Atomkraft international, insbesondere auch auf europäischer Ebene, als sogenannter CO2-freier Energieträger zunehmend im Gespräch. Deshalb ist es wichtig, einmal genauer hinzuschauen, wenn Klimaschutz durch Atomkraft als Patentlösung ins Spiel gebracht wird. Das Auslaufen der Atomkraftwerke in Europa sollte genutzt werden für den Umbau zu einem nachhaltigen Energiesystem.Weiterlesen »

Windenergie weiterhin als eine zentrale Säule der Energiewende in NRW nutzen


20.09.17 | von


Flickr

Manchmal ist das politische Timing schon paradox: Da öffnete in der letzten Woche die traditionsreiche Fachmesse Husum Wind 2017 mit Nordrhein-Westfalen als Partnerland ihre Tore. Und ausgerechnet am Eröffnungstag beschließt das NRW-Landeskabinett in Düsseldorf den Entwurf eines neuen Windenergieerlasses. Nur einen Tag später legen die beiden Regierungsfraktionen von CDU und FDP in einem gemeinsamen Landtagsantrag nach.

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Das Winterpaket der Europäischen Kommission: Eiszeit für die Energiewende?


06.06.17 | von


Mit viel Spannung wurde das Winterpaket der Europäischen Kommission erwartet, denn es soll der Fahrplan für den Klimaschutz in der Europäischen Union sein. Präsentiert wurde Ende November vergangenen Jahres jedoch eher ein Atlas. Auf über tausend Seiten finden sich vier Verordnungen, vier Richtlinien und einige nichtlegislative Dokumente. Der Umfang des Winterpakets zog erst einmal so viel Aufmerksam auf sich, dass die Inhalte fast in den Hintergrund zu rücken schienen. Von einem Monsterpaket war die Rede und bei der Pressekonferenz zur Vorstellung scherzten Journalisten mit dem EU-Energiekommissar Miguel Arias Cañete, ob das Paket lediglich aufgrund des Gewichts beeindruckend sei.

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Energieintensive Unternehmen: Teil des Problems oder Teil der Lösung für eine gelingende Energiewende in NRW?


06.01.17 | von


Industrieanlage - Chemiewerk bei Nacht // chemical plant

Welche Beiträge leisten energieintensive Unternehmen, welche müssen sie für den Klimaschutz noch aufbringen?

Die energieintensive Industrie ist Teil des Problems, wenngleich der Sektor Industrie – anders als zum Beispiel die Energiewirtschaft – bereits erhebliche Erfolge bei der Senkung der Treibhausgasemissionen verbuchen kann. Mit einem Anteil von etwa 19 % an den THG-Emissionen Nordrhein-Westfalens liegt der Sektor Industrie an zweiter Stelle der Verursacherbilanz (Energiewirtschaft: 55 %). Von den 284,4 Mio. t CO2-Äquivalente in 2015 entfielen 54,7 Mio. t auf die Industrie. 1990 waren es noch 94,3 Mio. t bei einem Anteil an den Gesamtemissionen von 26 %. Die Industrie hat also einen überproportionalen Beitrag erbracht. Für diese Entwicklung waren jedoch nicht nur technische Fortschritte zu mehr Energieeffizienz verantwortlich, sondern auch der fortgesetzte Strukturwandel.

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AgentInnen des Wandels: Partner der Energiewende vor Ort


17.08.16 | von


Die Beteiligung unterscheidlicher Akteure für eine breit getragene Energiewende wird oft unterschätzt.

Die Energiewende als „Gemeinschaftswerk“ (Ethik-Kommission Sichere Energieversorgung 2011)  bedarf für ihr Gelingen nicht nur klima- und energiepolitischer Programme, einer effizienten Verwaltung, technologischer Innovationen und wirtschaftlicher Weichen­stellungen: Die Beteiligung von BürgerInnen ist ein ebenso bedeutender Faktor. Ob und wie BürgerInnen und Stakeholder beteiligt werden, beeinflusst die grundlegende gesellschaftliche Zustimmung oder Ablehnung dieses Großprojektes.

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Aufgaben für die Ewigkeit


24.02.16 | von


In einigen Bergsenkungsgebieten entstanden ökologisch wertvolle Biotope, die neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere bieten © Dietmar Klingenburg

In einigen Bergsenkungsgebieten entstanden ökologisch wertvolle Biotope, die neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere bieten © Dietmar Klingenburg

Über Jahrhunderte hinweg prägte der Bergbau die Steinkohlenreviere. Durch ihn entwickelten sich die Regionen zur Industriegesellschaft, wuchsen zu bedeutsamen Wirtschaftszentren heran und formten sich zu Ballungsräumen. Ende 2018 stellen die letzten Bergwerke ihre Kohlenförderung ein. Das bedeutet jedoch nicht, dass die RAG ihre Arbeit einstellt. Auch in Zukunft steht das Unternehmen im Wort, die Region lebenswert zu gestalten.
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Klimaschutz – nicht ohne Strukturwandel zu haben


27.01.16 | von


© Fotolia

In vollem Gang: Strukturwandel im Energiesektor © Fotolia

Bisher konnte Klimapolitik in Deutschland noch in weiten Bereichen nach dem Leitsatz „allen wohl und keinem wehe“ gestaltet werden. Klimaschutz ist jedoch nicht ohne Strukturwandel zu haben. Die  härter werdenden politischen Auseinandersetzungen zwischen Erneuerern und Bewahrern sind  ein sicheres Zeichen, dass der grundlegende  Wandel kurz bevorsteht, ein Wandel, bei dem es Gewinner und Verlierer geben wird.
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