Klimadiskurs-NRW

Schlagwort: Klimaschutz


Wie Kommunen geteilte Mikromobilität zielgerichtet und gesellschaftsverträglich vor Ort integrieren können


29.08.22 | von


Die Einhaltung der Klimaziele bedeutet auch: deutlich weniger Emissionen im Verkehr – und das so schnell wie möglich. Gerade in Städten sind klimaschädliche Fahrten mit Verbrennungsmotoren vermeidbar. Sharingangebote wie E-Scooter, E-Bikes und Leihräder könnten eine viel größere Rolle spielen, wenn Kommunen und Anbieter vor Ort Hand in Hand arbeiten, statt sich auszubremsen.

Der Klimawandel wartet nicht

Damit Deutschland seine Klimaziele erreichen kann, muss der Verkehrssektor seine Emissionen drastisch reduzieren. Fast 20% der deutschen Treibhausgase werden allein durch den Straßenverkehr verursacht. In deutschen Großstädten sind derweil 63% der Fahrten kürzer als 5 km; 39% sind kürzer als 2 km. Trotzdem steigt der PKW-Bestand auch in NRW kontinuierlich an, obwohl die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs in fast jedem städtischen Klimaschutzplan fest verankert ist. Mit unserem Angebot an E-Scootern, E-Bikes und Leihrädern bieten wir bei TIER und Nextbike den BürgerInnen eine klimaneutrale Mobilitätsalternative. Die Hochschule Bochum hat beispielsweise zertifiziert, dass die neueste Scooter-Generation von TIER über den gesamten Lebenszyklus (also inkl. Produktion und Materialien) knapp unter dem CO2-Ausstoßniveau des ÖPNVs liegt.

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Das Rheinische Revier als Zukunftsregion?


29.11.21 | von


Mit dem beschleunigten Ausstieg aus der Braunkohlengewinnung und -nutzung bis spätestens zum Jahr 2030 besteht die Chance zum ökologischen Umbau des dann ehemaligen „Rheinischen Reviers“ zu einer klimagerechten und nachhaltigen Modellregion. Doch dafür müssen die Weichen neu gestellt werden.

Seit langem setzen sich der BUND, andere Umweltverbände, Tagebaubetroffene und die gesamte Klimabewegung für einen schnellen Ausstieg aus der Braunkohle ein. Denn dieser ist nicht nur zum Schutz des Klimas zwingend erforderlich, sondern bietet auch vielfältige Chancen zur Revitalisierung der Region – auch im Hinblick auf einen sozial-ökologischen Strukturwandel. Mit dem jetzt im Koalitionsvertrag vereinbarten beschleunigten Ausstieg aus der Braunkohle wird der Weg dafür endlich frei.

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Klimafolgenanpassung im Ruhrgebiet


23.11.21 | von


Das Ruhrgebiet vollzieht weiter den Strukturwandel. Nun drängt auch bei Klimaschutz und Klimaanpassung die Zeit. Statt weiterer Pilotprojekte braucht die Region breite und flächendeckende Umsetzung wirksamer Maßnahmen. Besonders die Klimafolgenanpassung wird bislang noch nicht ausreichend berücksichtigt.

Die Folgen des Klimawandels manifestieren sich auch in unseren Breiten zunehmend spürbar in häufigeren Hitzetagen und längeren Trockenperioden einerseits und einer steigenden Zahl von Starkregenereignissen und Überschwemmungen andererseits. Das Starkregenereignis Mitte Juli hat uns diese Gefahr auf dramatische Weise wieder ins Gedächtnis gerufen. Bund und Länder stellen zum Wiederaufbau rund 30 Mrd. Euro zur Verfügung, die tatsächlichen Sachschäden werden allerdings wohl ein Vielfaches betragen.

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Hochwasser und Klimaanpassung


16.11.21 | von


Die Hochwasserkatastrophe im Sommer war fatal – für die Menschen in den betroffenen Regionen und ebenso für die Umwelt. Jetzt kommt es darauf an, den Wiederaufbau im Sinne nachhaltiger Entwicklung zu gestalten.

Ein Beitrag von Monika Hachtel

Es ist eigentlich unvorstellbar, wie die Natur uns am 14. Juli gezeigt hat, wozu sie fähig ist: Innerhalb von Stunden haben selbst kleine Bäche ganze Häuser mitgerissen, Flüsse unsere Infastruktur zerstört und damit wohlhabende Regionen kollabieren lassen. Menschen und Tiere sind gestorben, auch etliche Wildtiere, Lebensräume wurden zerstört.

Natürlich stehen der Verlust und das Leid von Menschen erstmal im Vordergrund, große wirtschaftliche und emotionale Hilfen muss geleistet werden. Wir müssen uns aber zwangsläufig auch mit den Umweltfolgen beschäftigen.

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Klimaschutz und Klimaanpassung in Kommunen


04.11.21 | von


Städte und Gemeinde müssen angesichts der Klimafolgen zugleich resilienter gegen Extremwetterereignisse werden und die Lebensqualität erhalten. Das gelingt, wenn alle staatlichen Ebenen zusammenarbeiten und alle Akteure vor Ort mitziehen.

Ein Beitrag von Detlef Raphael

Klimaschutz und Klimaanpassung sind zentrale Herausforderungen unserer Zeit. Sie sind eine Verpflichtung der jetzigen Generation, das ökologische Gleichgewicht des Planeten zu bewahren. Der Weg zur Klimaneutralität ist unumgänglich. Immer mehr Kommunen haben Beschlüsse zur Klimaneutralität gefasst, um ihren Teil der Verpflichtung vor dem Jahr 2045 zu erfüllen. Zugleich müssen wir die Lebensqualität unserer Städte und Gemeinden erhalten und sie resilienter gestalten. Extremwetter mit Hochwasser und Starkregen, Orkane und Hitzeperioden werden zunehmen. Wir werden diese Herausforderungen nur meistern, wenn wir Klimaschutz und Klimaanpassung gemeinsam denken und als gesamtgesellschaftliche Aufgabe anpacken.

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#Rezension: Vier für´s Klima


06.08.18 | von


Klimaschutz gemeinsam gestalten, etwa mit der Familie. (Foto: Andreas Klinke Johannsen_Flickr)

Das im März bei Droemer erschienene Buch „Vier fürs Klima“ von ZEIT-Redakteurin Petra Pinzler und ihrem Mann Günther Wessel (303 Seiten) fragt, wie Klimaschutz im Alltag gelingen kann. Das familiäre Klimaschutzprogramm der Familie Pinzler/Wessel begann, als die damals zwölfjährige Tochter mit der Aufgabe nach Hause kam, per WWF-Umweltrechner den häuslichen CO2-Verbrauch zu ermitteln. Zwar lag die Familie mit 10,5 t pro Person (wenn auch nur knapp) unter dem bundesdeutschen Jahresdurchschnitt (11 t), war aber von diesem Ergebnis einigermaßen geschockt: Sie hatte angenommen, dass ihre familiäre Ökobilanz weitaus besser ausfallen würde, denn umweltbewusstes Verhalten – z.B. Biolebensmittel, Mülltrennung, Plastikvermeidung, ÖPNV etc. – gehörte schon zu ihrem Alltag.Weiterlesen »

Mit Erneuerbaren und Gasnetzen sind Klimaziele erreichbar


19.06.18 | von


Verlegung eines Gasnetzes (Quelle: GELSENWASSER)

Erst kürzlich gab die Bundesregierung die Klimaziele für das Jahr 2020 auf. Gleichzeitig bekannte sie sich zu Recht zu den Zielen für 2030. Bis spätestens 2050 sollen weite Teile von Wirtschaft und Gesellschaft ohne CO2 auskommen. Die Diskussion darum, mit welchen Maßnahmen dies zu schaffen ist, ist in vollem Gange. Klar ist, erfolgreicher Klimaschutz braucht eine erfolgreiche Energiewende. Die schaffen wir nur, wenn wir die vorhandenen Technologien optimal fördern und uns die Zeit bleibt, innovative Technologien zu entwickeln. Die Gasnetze könnten hier einen echten Beitrag leisten.

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Vom Klärwerk zum Kraftwerk


15.03.18 | von


Faultürme der Kläranlage in Bottrop bei Nacht (Bild: Guy Gorek, Flickr)

Das Projekt in Bottrop könnte Vorbild für 10.000 Anlagen in Deutschland sein! Eine erfreuliche Erfolgsnachricht von der Kläranlage Bottrop: Unserer Emschergenossenschaft ist es Anfang 2018 erstmals gelungen, das Klärwerk in der Welheimer Mark ausschließlich mit Eigenenergie zu betreiben. Dabei wurde zum ersten Mal auch die 10-Megawatt-Marke geknackt. Das 2011 vorgestellte Projekt „Hybridkraftwerk Emscher“ ist somit bereits Realität – noch bevor überhaupt alle Komponenten installiert sind. Aktuell ist das Klärwerk sogar in der Lage, große Mengen Energie über Bedarf zu produzieren…Weiterlesen »

Atomkraft – Lösung oder Scheinlösung für nachhaltigen Klimaschutz?


27.10.17 | von


Eurodif Nuclear Power Plant, Tricastin in Frankreich (Dean Calma / IAEA)

Während bei uns in Deutschland Erneuerbare Energien perspektivisch als zukünftige Energieträger außer Frage stehen, ist die Atomkraft international, insbesondere auch auf europäischer Ebene, als sogenannter CO2-freier Energieträger zunehmend im Gespräch. Deshalb ist es wichtig, einmal genauer hinzuschauen, wenn Klimaschutz durch Atomkraft als Patentlösung ins Spiel gebracht wird. Das Auslaufen der Atomkraftwerke in Europa sollte genutzt werden für den Umbau zu einem nachhaltigen Energiesystem.Weiterlesen »

Windenergie weiterhin als eine zentrale Säule der Energiewende in NRW nutzen


20.09.17 | von


Flickr

Manchmal ist das politische Timing schon paradox: Da öffnete in der letzten Woche die traditionsreiche Fachmesse Husum Wind 2017 mit Nordrhein-Westfalen als Partnerland ihre Tore. Und ausgerechnet am Eröffnungstag beschließt das NRW-Landeskabinett in Düsseldorf den Entwurf eines neuen Windenergieerlasses. Nur einen Tag später legen die beiden Regierungsfraktionen von CDU und FDP in einem gemeinsamen Landtagsantrag nach.

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