Kommunen nehmen eine Schlüsselrolle ein, denn hier entscheidet sich, wie gut Klimaanpassung vor Ort gelingt. Erfolgreiche Klimaanpassung erfordert eine ressortübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung sowie die enge Einbindung von Akteur*innen aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft. Lokale Netzwerke vor Ort können dazu beitragen, unterschiedliche Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten zusammenzuführen und Klimaanpassung langfristig und ganzheitlich in kommunalen Strukturen zu verankern.
Im Projekt Netzwerk Klimaanpassung lokal hat der KlimaDiskurs.NRW gemeinsam mit den Kommunen Erkelenz, Kamp-Lintfort und Wesseling erprobt, wie solche Netzwerke aufgebaut und für die Entwicklung und Umsetzung kommunaler Klimaanpassungsstrategien genutzt werden können. Die Abschlussveranstaltung führt die zentralen Erfahrungen und Erkenntnisse des Projekts zusammen. Die beteiligten Kommunen geben Einblicke in ihre jeweiligen Ansätze, von der strategischen Planung über konkrete Praxisprojekte bis zur lokalen Netzwerkarbeit.
Ein politischer Impuls von Minister Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, ordnet die aktuellen Rahmenbedingungen ein. Im anschließenden Panel diskutieren Minister Oliver Krischer, Simone von Kampen, Geschäftsführerin des BUND NRW, Dr. Johannes Osing, Beigeordneter IT und Umwelt, Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen, sowie Dr. Arnt Baer, Leiter der Abteilung Verbände & Politik, GELSENWASSER AG über Beiträge, Bedarfe und gemeinsame Lösungsansätze. Im Fokus steht die Frage, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe auf politischer und praktischer Ebene flächendeckend umgesetzt werden kann.
Zum Abschluss werden die wichtigsten Projekterkenntnisse gebündelt und Perspektiven für die weitere Arbeit aufgezeigt. Das anschließende Get-together bietet Gelegenheit, einzelne Themen zu vertiefen, die beteiligten Kommunen und Partner*innen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Das Projekt wird von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen gefördert und findet in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, der Landesarbeitsgemeinschaft 21 NRW, der Verbraucherzentrale NRW sowie der AOK Rheinland/ Hamburg statt.