DISKURS.DIGITAL: Grüngasquote: Anreiz oder Nutzungskonflikt?

28. September 2026

14:0016:00 Uhr

MS Teams

Die Wärmewende braucht verlässliche Rahmenbedingungen und klimaneutrale Energieträger. Mit dem im Juli 2026 beschlossenen und in Kraft getretenen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) hat der Bund die Rahmenbedingungen für die Wärmewende neu gefasst. Gas- und Ölheizungen sollen weiterhin eingebaut werden können. Für neu eingebaute gas-, heizöl- oder flüssiggasbetriebene Anlagen gelten dann ab 2029 stufenweise steigende Mindestanteile bestimmter biogener und wasserstoffbasierter Brennstoffe.
Eine Grüngasquote soll dabei den Markthochlauf von Biomethan, grünem Wasserstoff und weiteren erneuerbaren Gasen unterstützen, Investitionssicherheit schaffen und ihre Nutzung im Wärmesektor ermöglichen. Die konkrete Ausgestaltung der ab 2028 geplanten Grüngasquote soll die Bundesregierung bis zum 1. Dezember 2026 in einem gesonderten Gesetz vorlegen. Die politische Debatte über Umfang, Anrechenbarkeit und Auswirkungen der Quote ist damit noch nicht abgeschlossen.

Im Zentrum der noch offenen Debatte steht insbesondere die Frage, welche Lenkungswirkung eine Grüngasquote entfalten würde. Grüne Moleküle bleiben auf absehbare Zeit knapp und werden zugleich in der Industrie, im Stromsystem und in Wärmenetzen benötigt. Schafft die Quote zusätzliche Mengen oder verschärft sie die Nutzungskonkurrenzen? Welche Anwendungen sollten Vorrang haben? Und wie verlässlich können Kommunen im Rahmen ihrer Wärmeplanung mit grünen Gasen rechnen?

Diese und weitere Fragen wollen wir mit Dr. Steffi Ober (Teamleiterin Transformation, Stellv. Fachbereichsleitung Transformation & Allianzen, NABU-Bundesverband), Bengt Bergt (Leiter Public Affairs, Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft e.V.) und mit Ihnen diskutieren.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine lebendige Diskussion!