Klimadiskurs-NRW

Klimaschutzziele sind nur mit Verkehrswende erreichbar!


am 26.08.15 von Georg Schumacher gepostet
Mindestens die Hälfte aller Autofahrten in deutschen Städten ließe sich auf Füße, Fahrrad oder  Bus und Bahn verlagern. © Rheinbahn

Mindestens die Hälfte aller Autofahrten in deutschen Städten ließe sich auf Füße, Fahrrad oder Bus und Bahn verlagern. © Rheinbahn

Unsere persönliche Mobilität benötigt viel Energie – und produziert entsprechend viel CO2. Und während zum Beispiel bei der Gebäudewärme mögliche Einsparziele nur mit hohem technischem und finanziellem Aufwand erreichbar sind, sieht es bei der Mobilität, und hier ganz besonders bei der im Nahbereich, anders aus:

In Großstädten enden rund zehn Prozent aller Autofahrten nach maximal (!) einem Kilometer. Ein Drittel aller PKW-Fahrten haben nach zwei bis drei Kilometern ihr Ziel erreicht, nach fünf Kilometern stehen dann etwa 50 Prozent der Autos.
Fazit: Mindestens die Hälfte aller Autofahrten in Deutschlands Städten ließe sich ohne Probleme auf Füße, Fahrrad oder Bus und Bahn verlagern. Häufig wäre man sehr viel schneller am Ziel und würde der Stadt insgesamt einen großen Gefallen tun!

Hier kommt der ÖPNV ins Spiel, in diesem Falle die Rheinbahn, die im Großraum Düsseldorf und der Region für Mobilität sorgt: Wir müssen mit unserem Angebot überzeugen!

Zu den klassischen Tugenden eines Nahverkehrsunternehmens gehören ein dichtes Netz, guter Takt und zeitnahe Infos. Leider lässt sich der ÖPNV nicht kostendeckend mit Einnahmen aus Ticketverkäufen finanzieren. Die Städte und Kreise sowie das Land Nordrhein-Westfalen bringen jährlich dreistellige Millionenbeträge auf, um die Mobilität im Nahverkehr zu gewährleisten. Allerdings nehmen die Zuschüsse von Bund und Ländern für die Infrastruktur immer weiter ab oder werden nicht in genügender Höhe bereitgestellt. Staus, übervolle Busse und Bahnen, marode Brücken, teurer Strom, Schlaglöcher auf den Straßen – Infrastrukturprobleme zeigen sich in vielen Bereichen und sind direkt erlebbar. Langfristig gefährdet der Sanierungsstau Wohlstand, Sicherheit und Lebensqualität. Die Initiative „Damit Deutschland vorne bleibt“ will das ändern und ruft zum Umdenken auf. Die Rheinbahn gehört zu den Gründungsmitgliedern der Kampagne. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: https://www.damit-deutschland-vorne-bleibt.de/

Dazu kommt unsere Verantwortung für die Nachhaltigkeit. Gegenwärtig stammen unser Strom und unser Diesel aus klassischen, sprich fossilen Quellen. Dies muss sich nach und nach ändern. Etliche Ansätze laufen bereits, wie Einspeisung der Bremsenregie, Hybridbusse, reine Batteriebusse. Im kommenden Jahr wird eine große Solaranlage auf einer Bushalle in Betrieb gehen, die unseren größten Betriebshof mit Strom versorgen wird. Ein Pilotprojekt zur Vergärung von Bioabfällen ist gemeinsam mit Stadt und Stadtwerken angedacht, und mit dem anfallenden Biogas soll dann Dieselkraftstoff substituiert werden. In diese Richtung wird und muss es kontinuierlich weiter gehen.

Was man aber von heute auf morgen machen kann, ist der Umstieg auf das Rad oder Bus und Bahn.
Mit jedem zusätzlichen Nutzer steigt unsere Umweltfreundlichkeit, da der pro-Kopf-Ausstoß an CO2 ständig zurückgeht, je besser unsere Fahrzeuge ausgelastet sind. Und für den Rest sorgen wir.

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